Die Hypno-integrative tiefenpsychologische Therapie (H.I.T.T.®) nach Meinhold®
Einführung:
Die Verwendung der Hypnose im therapeutischen Bereich hat eine sehr lange Geschichte, die weiter zurückgreift, als die jedes anderen therapeutischen Mediums. Sie wird bereits in den ältesten Schriftdokumenten der Menschheit erwähnt (siehe „Das große Handbuch der Hypnose“). Es bedurfte aber einer wissenschaftlichen "Wiederentdeckung" durch den deutschen Arzt und Theologen Franz Anton Mesmer („Animalischer Magnetismus“ bzw. „Mesmerismus“, 1775), um sie wieder verstärkt einzusetzen.
Nach vielen Höhen und Tiefen erlebt sie seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Renaissance, zum einen, weil die Grenzen und die Nachteile (z. B. Nebenwirkungen) der physikalisch-chemischen Medizin sich immer deutlicher zeigen, zum anderen weil durch den Fortschritt der Forschung auch die Therapien in Hypnose wissenschaftlich besser verstanden werden. Während früher die suggestiven Verfahren im Vordergrund standen, liegt die Zukunft dieser Therapiemöglichkeiten vor allem im Zusammenwirken von Tiefenpsychologie und Hypnose. Leider sind diese Grundlagen auch heute noch wenig bekannt, obwohl in den letzten Jahren viele Forschungen die hohe Wirksamkeit der Hypnosetherapie, selbst bei schweren psychischen und körperlichen Erkrankungen, nachgewiesen haben.
Wirklich fähige Therapeuten sind in dieser komplexen Therapieform noch wenig vorhanden, und ein guter Nachwuchs wird dringend gebraucht.
Oft wird die Hypnose als "zudeckende" Therapieform bezeichnet, womit gemeint ist, dass Störungen oder Erkrankungen durch Suggestionen "überdeckt" werden. Dies ist aber zweifach falsch. Zum einen bezeichnet das Wort "Hypnose" lediglich einen Bewusstseinszustand, der für sich noch keine Therapieform ist. Zum anderen sind Suggestionen nicht an die Hypnose gebunden und können in Hypnose die verschiedensten Formen von Therapie zur Anwendung gelangen, suggestive oder auch analytische, also die Krankheitsursachen "aufdeckende".
Gerade die analytischen, tiefenpsychologischen Möglichkeiten, die sich durch die Hypnose in der Therapie eröffnen, sind heute immer stärker im Kommen. Dies wird gut verständlich, wenn man berücksichtigt, dass die gesamte frühe Kindheit hirnphysiologisch eine natürliche "Dauerhypnose" ist. Demnach werden alle frühkindlichen Erziehungsprägungen, die bei sehr vielen seelischen und körperlichen Erkrankungen ursächlich mitwirken, unter einer Art „natürlicher Hypnose“ in die tiefen Seelenschichten eingeprägt. Sie können deshalb auch nur in Hypnose wieder aufgelöst bzw. verändert werden.
Die Psychoneuroimmunologie, die Wissenschaft von den seelischen Einflüssen auf die Funktion des menschlichen Nerven- und Immunsystems, hat viele dieser Wirkzusammenhänge nachgewiesen.
H.I.T.T.®- Die "hypno-integrative tiefenpsychologische Therapie" Grundlagen, die im Seminar behandelt werden
Mit praktischen Übungen
Dieses eigenständige tiefenpsychologische Therapieverfahren wurde von W. J. Meinhold auf der Basis der neuesten Ergebnisse der tiefenpsychologischen Hypnoseforschung, vor allem bezüglich der Inhalte der frühesten Entwicklungsphasen, sowie unter Einbeziehung allgemeiner philosophischer und naturwissenschaftlicher Grundlagen entwickelt. Die H.I.T.T.® integriert Erkenntnisse aus folgenden Bereichen:
- Schulenübergreifende Tiefenpsychologie und Psychoanalyse,
- peri- und pränatale Psychologie (überwiegend in Hypnose erforscht),
- besondere Bewusstseinszustände (insbesondere die verschiedenen Hypnosezustände),
- moderne Kommunikationspsychologie und -physiologie, insbesondere auch die Eigenheiten der Kommunikation in Hypnose,
- moderne Gehirnforschung, insbesondere auch die phylo- und ontogenetische Gehirnevolution
- Gestalttherapie
- sinnorientierte Geisteswissenschaft (im Gegensatz zu einer lediglich biologisch-funktionellen Ausrichtung)
- In dieser aufdeckenden und aufarbeitenden Therapie erreicht der Patient in bewusster Hypnose seine Einsichten in die Zusammenhänge seiner Störung oder Erkrankung selbst.
- Außerdem gelangt er in diesem erweiterten und sicheren therapeutischen Rahmen selbst zu einem besseren Verständnis seiner eigenen Persönlichkeit und seiner Lebensgeschichte, und er findet auch weitgehend selbst den ihm gemäßen therapeutischen Weg.
- Aus diesem Weg entwickelt sich meist auch ein besserer Zugang zu einer übergeordneten Sinnebene, die mehr Freude und Erfüllung in das Leben bringt.
In dem Maße, wie eine Heilung (im Sinne von Ganzwerdung) zur Gesamtpersönlichkeit hin stattfinden kann, werden die krankhaften Ausdrucksformen der unterdrückten Persönlichkeitsanteile und Lebensinteressen überflüssig und in gesunde Formen und Bereiche überführt.
Die Indikationsbereiche sind dementsprechend sehr weit gesteckt und nur selten durch besondere Bedingungen des Einzelfalles eingeschränkt. Nahezu alle seelischen und körperlichen Störungen oder Erkrankungen können als Indikationen gelten. Bei vielen Erkrankungen ist die H.I.T.T.® das Therapieverfahren der Wahl (siehe "Das große Handbuch der Hypnose" oder "Psychotherapie und Hypnose").
Der große Erfolg der H.I.T.T.® hat dazu geführt, dass seit April 2000 ein eigener Universitätslehrstuhl für dieses Verfahren an der amerikanischen Elite-Universität USFQ (Universidad San Francisco de Quito) eingerichtet wurde.
Bedingungen für die Seminarteilnahme
- Ausbildung Hypnosecoach (HA)®
- Die Seminarteilnehmer sollten zur aktiven und passiven Mitarbeit bereit sein.
- Die Teilnahme findet in eigener Verantwortung statt.
- Menschen, die unter einer akuten seelischen oder geistigen Erkrankung leiden, können erst nach einer erfolgreichen Therapie teilnehmen.
- Jedermann ist es gestattet, die Hypnose zu Lehrzwecken und anderen nicht medizinischen oder therapeutischen Zwecken auszuüben, jedoch nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis des Hypnotisanden und ohne irgendeinen Schaden zuzufügen.
- Hypnose zu Heilzwecken ist gesetzlich nur den Angehörigen der dafür zugelassenen Berufsgruppen gestattet (siehe Heilpraktikergesetz), wenn sie diese Heilmethode beherrschen (Ärzte, Psychologen mit entsprechender Zulassung, Heilpraktikern und Heilpraktikern für Psychotherapie).

