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Hypnose - Gestern und heute


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Die Geschichte der Hypnose hat eine lange Tradition. Bereits die ältesten Überlieferungen der Menschheit berichteten von dem, was wir heute als „Hypnose“ bezeichnen. Was bei der Geschichte der Hypnose jedoch auffällt, ist die Zahl der Neuauflagen einer uralten Technik. Eine große Rolle, wenn es um die Vernichtung von Wissen geht, spielen hierbei insbesondere die katholische Kirche, die Politik und die Mediziner. Sünde, Teufelswerk und Hexenverfolgung im Mittelalter waren neben einer Menschen- auch eine Wissensvernichtungsmaschinerie. Trancetechniken wurden zur Geheimlehre und wer sie öffentlich einsetzte oder plötzlich in einen Trancezustand verfiel, konnte sich auch gleich selbst auf den Scheiterhaufen stellen. Einer, der das Rad wieder einmal auf’s neue erfand war der Meersburger Arzt Franz Anton Mesmer (1734 – 1815). Die Techniken Mesmer’s, der seine Entdeckung „thierischer Magnetismus“ nannte, waren so genial, dass sich zum Leidwesen der damaligen Ärzte viele Leute, insbesondere aber auch der Adel der Lehre Mesmer’s zuwandte. Das Wort „Hypnose“ war noch nicht geboren, als die Zustände, die Mesmer mittels „magnetischer Streichungen“ erzeugte, in Österreich, Mesmers Wahlheimat, von Maria Theresia wieder verboten und er aus Österreich ausgewiesen wurde. Auch in Paris, wohin sich Mesmer danach wandte, war es sehr ähnlich. Zunächst unglaublich erfolgreich, wurde er auch hier von den medizinischen Kollegen, darunter Dr. Guillotine, dem Erfinder des gleichnamigen Tötungsinstruments, geächtet. Mesmers Fehler war, dass er seine Entdeckung zur Behandlung von Krankheiten einsetzte und auch noch erfolgreich war. Das kam bei seinen Kollegen gar nicht gut an, obwohl auch diese sich dem Eid des Hippokrates verschrieben hatten und doch eigentlich berufliches Interesse hätten zeigen können. Stattdessen war es wohl eher der Neid, der in Frankreich und Österreich zum Verbot der neuen Techniken führte. Die französische Revolution kurz darauf war ebenfalls nicht geeignet, die Techniken Mesmers zu einer Renaissance zu führen. Wieder war es eher eine Geheimlehre, wie eine anerkannte Maßnahme, die auch unglaubliche Heilungserfolge vorzuweisen hatte.

Im Jahr 1843 wurde vom englischen Augenarzt James Braid der Begriff „Neuro-Hypnotism“ (Hypnotismus, Hypnose) geprägt, nachdem er die Fixationsmethode wiederentdeckt hatte. Braid fand heraus, dass die Konzentration auf einen Punkt zu Trance oder gar somnambulen Zuständen führt (Tieftrance). Da im Rahmen der erzeugten Trance die Augen geschlossen waren, brachte James Braid seine Entdeckung zunächst mit normalem Schlaf in Verbindung. So wurde der Begriff „Hypnose“ (vom griechischen Hypnos = Schlaf) zum Standard, obwohl Braid nach wenigen Jahren seinen Irrtum einsah und den Begriff änderte.

Die Wissenschaftler waren begeistert. So glaubte man nun auch den Effekt der mesmerschen Streichungen erklären zu können, indem man alles auf die Konzentration wie bei der Fixation reduzierte. Dies war einer der größten und folgenschwersten Irrtümer in der Geschichte der Hypnose in den letzen 200 Jahren. Die Hypnose wurde bis zu diesem Zeitpunkt sehr häufig zur Schmerzreduktion oder Ausschaltung benutzt. Der Beginn des Zeitalters der chemischen Narkose (Äther, Chloroform, Lachgas) machte die Hypnose für Mediziner damit mehr und mehr uninteressant. Die Forschungen wurden nur noch von wenigen Personen weitergeführt. Mesmers Lehre war damit auch offiziell völlig abgeschrieben. Hypnose war wieder ein Metier der Showhypnotiseure. Während der beiden Weltkriege geriet die Hypnose wiederum in Vergessenheit, bzw. wurde von Adolf Hitler gar verboten. Zwischenzeitlich und bis heute folgte eine Reihe schier unglaublicher Irrtümer und nach dem Motto „Gute Ideen werden zuerst verlacht, dann beschimpft und zum Schluß geklaut“ haben inzwischen die Herren Mediziner eine Technik, die sie „Hypnose“ nennen, die mit den ursprünglichen Techniken jedoch nichts mehr zu tun hat, zum anerkannten Heilverfahren erkoren. Das es hierbei meines Erachtens nur um Ruhm und Geld gehen kann, zeigt sich auch durch die penetrante Ignoranz der klassischen Techniken, die man doch sonst von einem Showhypnotiseur erlernen müsste.

Großen Einfluss auf die heutige „moderne Hypnose“, die in der Psychotherapie Einzug gefunden hat, hatte der amerikanische Psychiater Milton Erickson. Während die Hypnose als Narkoseersatz ins Hintertreffen geriet, wurde die Hilfe der Suggestion in der Psychotherapie entdeckt. Sigmund Freud und andere bekannte Namen waren hier ebenfalls beteiligt und sorgen mit Irrtümern, die zur Lehrmeinung wurden, für Forschungsblockaden und unsinnige Ansichten. Während Freud für die Meinung zuständig ist, dass jede Fremdhypnose eine Selbsthypnose sei, der ich so gar nicht folgen kann, wird eine angebliche Erickson-Technik in medizinischen Kreisen zum Non-Plus-Ultra der modernen Psychotherapie erhoben. Ich möchte hier keineswegs die Leistungen des genialen amerikanischen Hypnotiseurs schmälern. Nur hatte Erickson nach eigenen Angaben keine Technik. Seine Erfolge beruhten auf Intuition und natürlich auch auf einer großen Erwartungshaltung seitens der Probanden, die an ihn glaubten. Klevere Geschäftsleute vermarkteten seinen Namen und erfanden eine „Erickson-Technik“, die man insbesondere in Deutschland nun als „moderne Hypnose“ anpreist. Das es sich hierbei gar nicht um das handelt, was James Braid als „Hypnose“ benannt hat, kann natürlich niemand erkennen, der keinen direkten Vergleich hat. So kann man klassische Hypnosetechniken sehr schnell erlernen, während die „modernen“ Techniken unglaublich kompliziert sind. Daraus folgen hohe Geldeinnahmen bei der Ausbildung und da auch der Effekt beim Patienten im Gegensatz zur klassischen Technik extrem eingeschränkt ist, hohe Ausgaben für die Patienten, die häufig ein paar teure Märchenstunden als Therapie verkauft bekommen. Als Vorteil wird bei den „modernen“ Techniken verkauft, dass es sich um eine indirekte und nicht um eine autoritäre Methode handelt. Genauso könnte man ein Fahrrad mit dem Argument verkaufen, dass der Sprit nicht ausgehen kann und es deshalb wesentlich besser wie ein Auto ist. Während mittels klassischer „autoritärer“ Hypnose das Unterbewusstsein direkt angesprochen wird und auch direkt befragt werden kann, versuchen die Mediziner heutzutage mit Fingerbewegungen Ja und Nein-Antworten zu erhalten, bzw. anderweitig das Bewusstsein zu überlisten um das Unterbewusstsein zu erreichen. Diese Techniken nennen Werbestrategen z.B. „Manipulation“. Da man jedoch niemanden so einfach derart manipulieren kann, dass er Verbrechen unter (moderner) Hypnose begeht, wird dies seitens der Mediziner, die auch Gutachter bei gerichtlichen Auseinandersetzungen sind, stets bestritten.

Eine herbe Niederlage haben die Damen und Herren Mediziner einstecken müssen, als vor kurzer Zeit ein Überwachungsvideo aus Italien durch die Medien ging. Ein Mann, der in einem Supermarkt einer Kassiererin die Einnahmen aus der Kasse entwendete ohne das sich die Dame hinterher daran erinnern konnte, war maßgeblich daran beteiligt. So hieß es doch sogleich „Der Hypnose-Räuber aus Italien“ und es dauerte natürlich nicht lange, bis auch bei uns die Reporter anklopften um festzustellen, was denn daran sei. Neben der Presse, die wir mit Informationen versorgten, war auch eine Fernsehproduktion interessiert an unseren Ausführungen, nämlich das unter bestimmten Voraussetzungen kein Problem besteht, einen Hypnotisierten zu allen Dingen zu bewegen. Mit Hilfe klassischer Techniken und tiefer Hypnose waren sogleich ich und ein Kollege unterwegs um der Nation zu zeigen, dass das Unterbewusstsein alles als wahr annimmt, sofern man nur direkten Zugriff nimmt und das ist mit geeigneten Techniken tatsächlich innerhalb von wenigen Sekunden möglich.

Weitere „hochwissenschaftliche“ Wahrheiten, die in den letzten Jahrzehnten aufgrund der Forschung entdeckt wurden, sind dann zum Beispiel: „Das Unterbewusstsein kann keine Negationen verarbeiten“. Seitdem es zur Lehrmeinung geworden ist, wird nun versucht, alles positiv auszudrücken. Es ist grundsätzlich nicht falsch, Suggestionen positiv zu gestalten. Häufig werden jedoch unglaubliche Schachtelsätze gebildet, wenn man Einschränkungen in die Suggestion einbauen möchte. Wer wirklich glaubt, dass das Unterbewusstsein dumm ist und Negationen, „Nein“ und „nicht“ nicht verarbeiten kann, muss eben sehen, wie er klar kommt... Der aufmerksame Leser hat es vielleicht bemerkt. Waren es nicht die Mediziner, die ein hocheffektives System entwickelt haben um das Unterbewusstsein zu befragen? Während die klassischen Hypnotiseure noch direkte Fragen stellten, wurden die Verfahren modernisiert und heutzutage werden die Finger für „Ja“ oder „Nein“ bewegt. Sie haben sicher die Ironie bemerkt. Haben sie auch bemerkt, dass das Unterbewusstsein Antworten gibt, die es laut Lehrmeinung gar nicht geben kann? Negationen gibt es nicht mehr, seitdem es die Aufforderung „Denke nicht an einen rosa Elefanten!“ gibt. Was erscheint vor dem geistigen Auge? Genau! Der rosa Elefant kann nicht gelöscht werden. Er ist da, obwohl er nicht erscheinen sollte. Die wissenschaftliche Erkenntnis daraus: Das Unterbewusstsein kann keine Negationen verarbeiten. Aber machen wir uns einmal kurz Gedanken darüber. Die Aufforderung, NICHT an einen Elefanten zu denken richtet sich an das Bewusstsein. Die Aufforderung wird nicht befolgt und man schließt daraus, das eine ganz andere Bewusstseinsschicht, nämlich das Unterbewusstsein, keine Verneinung verarbeiten kann. Das sich ein solcher Unsinn zur Lehrmeinung entwickeln kann und inzwischen in vielen Lehrbüchern zu lesen ist, ist für die heutige Zeit bezeichnend. Es handelt sich hierbei nur um einen kleinen Ausschnitt dessen, was aufgeschrieben und ungeprüft abgeschrieben wurde, bis es zur Lehrmeinung wurde.

Wenn wir nun noch klären, wo sich denn eigentlich Bewusstsein und Unterbewusstsein sitzen, wird es noch interessanter. Es ist mit den heutigen Methoden noch nicht gelungen, den Sitz unseres Bewusstseins zu finden. Meines Erachtens ist der Sitz des Bewusstseins die Seele oder der Energiekörper, der unseren physischen Körper durchdringt. Mediziner suchen im Gehirn und versuchen die Reaktionen des Gehirns als „Bewusstsein“ zu deuten. Hier schließt sich der Kreis. Wir sind wieder bei Mesmer und seiner energetischen Technik angelangt, die den Energiekörper manipuliert und wir sind wieder bei den Medizinern, die weiterhin unter falschen Voraussetzungen falsche Schlüsse ziehen und nach dem Motto „warum einfach, wenn es auch umständlich geht“ alles ignorieren, was nicht in ihr selbstgestaltetes Weltbild passt.

Ihr
Wolfgang Künzel (Alexander Cain®)